Gelöste Stimmung beim HTV

Handball-Oberligist entgeht Drucksituation und kann gegen Haltern-Sythen nachlegen

Hemer Die Anspannung hat sich in Erleichterung verwandelt: Etwa 90 Minuten lagen zwischen der Veränderung des Gemütszustandes bei Pedro Alvarez, Coach des Handball-Oberligisten HTV Hemer, der nach dem 28:22-Coup bei der HSG Gevelsberg-Silschede locker und gelöst war. Zur Beschreibung der Leistungsschwankungen seiner Mannschaft in der bisherigen Saison verwendete der Profi-Trainer ein portugiesisches Sprichwort: „Meine Mannschaft ist wie eine Melone. Man weiß erst nach dem Aufschneiden, was drin ist.“ Zur Wiederaufnahme der Meisterschaft nach einer dreiwöchigen Pause hat sich sein Team äußerst schmackhaft präsentiert – der Verdienst eines intensiven Leistungswachstums.

Gut gelaunt und etwas schelmisch schilderte HTV-Coach Alvarez nach dem Auswärtssieg das enorme Pensum in der dreiwöchigen Meisterschaftspause wie folgt: „Wir haben viel trainiert, auch sehr anstrengend. Ich denke, dass die Spieler nach dem Training recht schnell schlafen wollten. Aber Schlaf ist ja auch gut für die Regeneration.“

„Meine Mannschaft ist wie eine Wassermelone. Man weiß erst nach dem Aufschneiden, was drin ist.“

Pedro Alvarez, Coach des Handball-Oberligisten HTV Hemer

HTV-Kapitän Bastian Frenzel bestätigte die „harte Arbeit“ im Training, die sich aber insbesondere in der Defensive ausgezahlt hat: Von 38 Gegentreffern im Heimspiel gegen Bommern verbesserte sich der HTV auf 22, was die Basis für den Erfolg war. „Wir haben unsere 5:1-Deckung verfeinert und mit einer gesunden Aggressivität gespielt“, sagte Trainer Alvarez, der durch den Sieg mit seiner Mannschaft auf den fünften Tabellenplatz geklettert ist und nun im Heimspiel (Samstag, 19 Uhr, Grohe-Forum) auf den Vorletzten HSC Haltern-Sythen trifft.

„Wir sind jetzt schon im Soll. Wenn wir nun noch nachlegen können, sieht es richtig gut aus“, blickt Stefan Flügge, sportlicher Berater beim HTV, auf das kommende Heimspiel. Im Falle eines Sieges hätte der heimische Oberligist ein ausgeglichenes Punktekonto und dürfte sich sogar noch einmal in Richtung Tabellenplatz vier Hoffnungen machen, um mit diesem Rang einen Bogen um die Abstiegsrunde zu machen. Mal sehen, was die HTV-Wassermelone am Samstag in sich birgt.

Text: IKZ, Nico Schwarze
Foto: Pommerenke

Der HTV Hemer um Jonas Brieden (li.) und Janis Schroth deckte gegen die HSG Gevelsberg-Silschede engagiert. POMMERENKE

Nächstes Heimspiel:
Samstag, 30.10.2021, 19:00 Uhr, Grohe-Forum