1. Damen: Gute Basis für Fortschritte in der neuen Saison 

Eine gute Leistung im letzten Heimspiel gegen Westfalia Kinderhaus ist ohne Lohn geblieben, so dass unsere erste Damenmannschaft auf der Zielgeraden der Oberliga den Blick noch ein wenig nach unten richten muss. Als Drittletzter mit 14:22 Punkten ist das Polster gegenüber den Schlusslichtern Oespel (9:29) und Soest (4:34) jedoch einigermaßen beruhigend, und wenn man bedenkt, dass Witten nicht für die nächste Oberligasaison melden wird und damit als Absteiger schon feststeht, dann ist die aktuelle Situation alles andere als beängstigend. 

Nach der Osterferienpause geht es am 12. April mit dem Nachholspiel gegen Greven weiter, es folgt am 18. April die Partie in Volmetal, ehe eine Woche später das letzte Heimspiel dieser Serie gegen Oespel steigt. Und zum Abschluss geht es am 2. Mai nach Soest. “Die beiden letzten Spiele müssen wir natürlich gewinnen, und ich gehe einfach davon aus, dass für uns nichts mehr schief laufen wird”, sagt Trainerin Vanessa Rohlf.  

Sie räumt ein, dass ihre Mannschaft in diesem Jahr viel Lehrgeld gezahlt hat. Es gab beträchtliche Leistungsschwankungen, oft die große Diskrepanz zwischen Heim- und Auswärtsspielen und letztlich eine Platzierung, die hinter den Erwartungen zurückgeblieben ist. Das soll sich in der Saison 26/27 ändern. “Wir wollen uns verbessern, und mittelfristiges Ziel muss für uns wieder die Regionalliga sein. Aber in der nächsten Serie ist das sicher noch kein Thema”, sagt Vanessa, die mit ihren Personalplanungen schon sehr weit vorangeschritten ist.  

Bekanntermaßen gab es bereits im Winter einige Verstärkungen, wie etwa durch Vanessa Schübbe, Vivien Bekston oder Kira Barnaoui. Weitere Veränderungen wird es nach der Serie geben, denn die Torhüterinnen Marie Remmert (zum Lüner SV) und Lea Budde (will kürzer treten) werden nicht mehr zur Verfügung stehen, und auch Natascha Schroth wird den HTV verlassen. Lucie Hötger, die noch regelmäßig zur Verfügung gestand hat, will nun definitiv aufhören. Und ein kleines Fragezeichen steht noch hinter Esma Recber.  

Dafür kann die Trainerin wieder mit der lange verletzten Nele Schaefer planen, die bereits wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen ist und im September voll belastbar sein sollte. Auch Johanna Becker, die in den letzten Jahren von vielen schweren Verletzungen heimgesucht wurde und aktuell als Co-Trainerin fungiert, mischt im Training wieder mit. “Aber sie soll sich keinen Druck machen, auch wenn ich weiß, dass sie der Mannschaft gerne helfen würde”, sagt die Trainerin.  

Bei den Feldspielerinnen sieht Vanessa Rohlf in einem 20er Kader schon eine sehr gute Grundlage für die kommende Saison, und sie geht fest davon aus, dass die jungen Spielerinnen einen weiteren Entwicklungsschritt machen werden. Das Problem gibt es auf der Torhüterposition, denn in den letzten Jahren haben sich ungewöhnlich viele Torhüterinnen in diversen Mannschaften vom HTV abgewendet. Für das Oberligateam ist für die neue Saison somit nur Vanessa Schübbe gesetzt, die aber auch für das Torwarttraining eingeplant ist. “Hier brauchen wir dringend noch Verstärkung, denn die Torhüterposition ist nun einmal in jeder Mannschaft enorm wichtig”, betont die Trainerin. Noch ist aber genügend Zeit, um den Kader weiter zu ergänzen und für eine gute Basis zu sorgen, damit es in der Saison 26/27 einen Schritt voran geht. 

Text: Willy Schweer
Foto: Annika Linke