1. Damen: Nur Sekunden fehlten zum großen Coup
Damen-Oberliga: HTV Hemer – HSC Haltern-Sythen 21:21 (8:7).
Als Laura Hausherr 42 Sekunden vor dem Ende per Siebenmeter zum 21:20 für den HTV traf, zeichnete sich die faustdicke Überraschung gegen den ungeschlagenen Tabellenführer ab, doch der schlug sechs Sekunden vor der Sirene ebenfalls per Siebenmeter noch zurück. Dennoch: Unserer Mannschaft gebührt ein großes Kompliment für eine couragierte kämpferische Leistung, für die es auch ein dickes Lob von Trainerin Vanessa Rohlfs gab. Stark war die Auftaktphase der Partie, als der HTV klar den Ton angab und immerhin mit 7:3 (18.) führte. Ganz stark: Torhüterin Marie Remmert, die die gegnerischen Angreiferinnen phasenweise verzweifeln ließ. Bis zur Pause hatte Haltern aber wieder aufgeschlossen, was sich unsere Mannschaft wegen etlicher technischer Fehler auch selbst zuschreiben musste. Eine höhere Führung beim Gang in die Kabine wäre in jedem Fall möglich gewesen.
Dass es gegen einen starken Gegner wie den Spitzenreiter so nicht weitergehen würde, musste man befürchten, und in der Tat eröffnete der HSC den zweiten Durchgang mit drei Treffern in Folge zum 8:10. Aber anders als in einigen der zurückliegenden Partien ließ sich der HTV nicht in die Knie zwingen. Er kämpfte unverdrossen, kam immer wieder zum Ausgleich und ließ auch nach dem 18:20 (55.) nicht locker. Beeke Scholz, Klaudia Kaminska und schließlich Laura Hausherr wendeten das Blatt, und auch wenn es nicht zum Sieg langte: Dieser Punktgewinn sollte der Mannschaft viel Selbstvertrauen für die nächsten Wochen geben.
HTV: Marie Remmert, Lea-Sophie Budde, Laura Hausherr (7/3), Lisa Ebel (1), Dorkas Becker (3), Mia Ihde (3), Beeke Scholz (3), Laura Ebel (1), Tarja Spettmann (1), Laura Dlugos, Nele Pregitzer, Klaudia Kaminska (2), Anna Ebel.
Nächstes Spiel: Westfalia Kinderhaus – HTV, Samstag, 19 Uhr











Text: Willy Schweer
Fotos: Lothar Gudat

