1. Herren: Bittere Niederlage in letzter Sekunde 

Herren-Regionalliga: HTV Hemer – VfL Gladbeck 32:33 (18:19).  Nur drei Sekunden fehlten unserer Mannschaft zum verdienten Punktgewinn gegen den Tabellenzweiten. Gerade hatte Luis Gran nervenstark einen Siebenmeter zum 32:32 verwandelt, Gladbeck nahm eine letzte Auszeit vor dem letzten Angriff des Spiels. Und den nutzten die Gäste zum Siegtreffer. In einem intensiven Spiel agierte das Team von Bosko Bjelanovic auf Augenhöhe mit Zweiten, und der Coach lobte im Anschluss die kämpferische Leistung seiner Spieler. “Ich bin stolz auf die Jungs. Schade, dass es nicht für einen Punkt gereicht hat, aber so ist Handball.” 
In der ersten Hälfte besaß der HTV zunächst Vorteile, weil er seine Chancen nutzte. 7:4 hieß es nach zwölf Minuten, aber die gut kombinierenden Gladbecker ließen sich nicht auf Distanz halten. Immer wieder brachten sie ihre Topwerfer Christopher Winkelmann und Fynn Blißenbach in eine gute Wurfposition, und nach dem 9:8 (16.) beantwortete der VfL jede HTV-Führung mit dem Ausgleich – bis zum 18:18 (28.). Danach sicherten sich die Gäste die Pausenführung. 

Nach dem Wechsel lagen sie durchweg in Front, doch der HTV ließ sich nicht abschütteln. Nach dem 25:27 (43.) gelangen drei Tore in Serie zur erneuten Führung, und die Partie stand bis zum Ende auf des Messers Schneide. “Es hätte in alle Richtungen gehen können, jedes Ergebnis war möglich”, resümierte Bosko Bjelanovic. Dass es nicht zum Erfolgserlebnis langte, muss sich der HTV bei aller Qualität des Gegners aber auch selbst ankreiden. Sicher wäre es nicht verkehrt gewesen, den Gladbeckern in etlichen Situationen das Torewerfen zu erschweren, und zur mangelnden Konsequenz  in der Abwehr gesellten sich etliche technische Fehler. Dass die Schiedsrichter mit einigen sehr seltsamen Entscheidungen dem HTV wahrlich nicht in die Karten spielten, soll nicht unerwähnt bleiben. Boskos Fazit: “Etwas mehr Glück, etwas mehr Kopf und etwas weniger Fehler in den letzten Minuten, und wir hätten etwas geholt.” 

HTV: Wesley Umejiego, Nils Rehmus, Luis Gran (4/4), Luca Jünger, Moritz Eigenbrodt (4), Jonas Brieden (3), Tim Ostermann, Ruben Selle (4), Moritz Frenzel (6), Marc Marchlewitz (1), Wael Ben Youssef (3), Florian Stracke (5), Yannis Spiekermann (2). 

Nächstes Spiel: LIT II – HTV, Sonntag, 17 Uhr  

Text: Willy Schweer
Foto: Annika Linke