1.Herren: Mit starker zweite Halbzeit zurück in der Erfolgsspur
Herren-Regionalliga: HTV Hemer – HC Westfalia Herne 31:29 (14:14). Mit einer klaren Leistungssteigerung nach der Pause kehrte unsere erste Herrenmannschaft in die Erfolgsspur zurück und muss sich nun definitiv keine Sorgen mehr um den Klassenerhalt machen. Mit dem Herner Gastspiel gab es im übrigen auch ein Wiedersehen mit unserem ehemaligen Spieler Stephan Krebietke, der einst in schwierigen Landesligazeiten gemeinsam mit Mark Dragunski entscheidend dazu beitrug, dass die Klasse gehalten werden konnte. Als Trainer der Westfalia sah er eine starke Anfangsphase seiner Mannschaft, die in den ersten 20 Minuten zeitweise mit vier Treffern vorn lag. “Wir waren viel zu passiv in der Abwehr und haben viele technische Fehler gemacht”, monierte unser Trainer Bosko Bjelanovic. Nach einer Deckungsumstellung, mit der man auch Hernes Topwerfer Emil Weste besser in den Griff bekam, änderte sich die Szenerie allmählich. Nach dem 8:11 (20.) gelangen vier Tore in Folge, und fortan verlief die Partie sehr ausgeglichen.
Im zweiten Durchgang zeigte der HTV eine insgesamt stabilere Deckungsarbeit und fand im Angriff bessere Lösungen. So verbuchte er nach dem 17:17 (36.) immer deutlichere Vorteile und führte mehrfach mit drei Treffern Differenz (22:19, 42. / 26:23 , 48.) . Aber der Tabellendritte gab sich noch längst nicht geschlagen und trug seinen Teil zu einer ausgesprochen spannenden Schlussphase bei. “Ich denke, dass wir am Ende verdient gewonnen haben, denn wir haben uns nach einer schwachen Anfangsphase deutlich gesteigert. Aber man hat gesehen, weshalb Herne oben steht”, resümierte Bosko nach dem Spiel. Kollege Krebietke meinte, dass für seine Mannschaft mehr drin gewesen sei. “Aber ich wünsche Hemer natürlich viel Erfolg. Mehr als jedem anderen Team in dieser Liga, denn es war eine schöne Zeit hier.”
Der Handballabend wurde mit einer Schweigeminute eingeleitet. Björn Thore Veith, beim HTV in vielen Bereichen ehrenamtlich tätig, ist ganz plötzlich im Alter von 54 Jahren gestorben. Auch das Regionalligateam zeigte sich tief betroffen, und Bosko Bjelanovic betonte im Anschluss, dass man den Sieg gegen Herne Björn widme. Er hinterlässt seine Frau und seine Tochter, denen das Mitgefühl des gesamten HTV gilt.
HTV: Wesley Umejiego, Dominik Bock, Luis Gran (1), Nils Brückner, Luca Jünger (8), Moritz Eigenbrodt, Jonas Brieden, Tim Ostermann, Moritz Frenzel (5), Ruben Selle (7), Marc Marchlewitz, Wael Ben Youssef (6), Florian Stracke (2), Elias Lübbering (2/1), Yannis Spiekermann.
Nächstes Spiel: Handball Bad Salzuflen – HTV, 18. April, 18.30 Uhr

Text: Willy Schweer
Foto: Annika Linke
