Die Schiedsrichterprüfung geschafft
Glückwunsch an Dustin Möller und Linus Gerber
Im Handball werden Schiedsrichter dringend gesucht, auch wenn das der interessierte Zuschauer oftmals gar nicht mitbekommt. Aber dass beispielsweise unsere 1. Herrenmannschaft zweimal in dieser Saison vom angestammten Samstags-Heimspieltermin abrücken muss, liegt genau an diesem Problem. Es fehlt im Verband an Schiedsrichtern, um alle Samstagstermine besetzen zu können. Auch in unserem Verein ist das Problem offenkundig, Schiedsrichter-Nachwuchs wird dringend gesucht. Deshalb ist es eine große Freude, dass sich jetzt Dustin Möller und Linus Gerber aus unserer B-Jugend offiziell DHB-Schiedsrichter nennen dürfen. Sie bestanden beim Lehrgang in Oberaden die theoretische und praktische Prüfung mit Bravour und können nun auch Spiele im Handballkreis Iserlohn/Arnsberg leiten. Einen herzlichen Glückwunsch den beiden!
Nicht nur unser Jugendleiter Patrick Gerber ist stolz auf die Jung-Schiedsrichter. „Wir sind als Verein verpflichtet, bei Spielen bis zur C-Jugend-Kreisklasse sowie in den noch jüngeren Altersstufen als Heimmannschaft den Schiedsrichter zu stellen. Das müssen Jugendliche sein, die Fachkenntnisse mitbringen“, erläutert er. Ein Jahr Erfahrung als Schiedsrichter bei Heimspielen von HTV-Jugendmannschaften haben Fabio Furnari, Ole Bickenbach und Linus Gerber gesammelt, und neben Linus wagte sich auch Dustin an die Prüfung heran, für die man mindestens 15 Jahre alt sein muss. Für Fabio und Ole wird noch ein passender Kurs gesucht, damit auch sie möglichst bald die Prüfung absolvieren können.
Auf ihre Vereinskameraden Linus Gerber und Dustin Möller warten nun neben den Spielleitungen mit HTV-Beteiligung auch Kreiseinsätze, vornehmlich wohl in der C-Jugend-Kreisliga, gelegentlich auch in der B-Jugend. Patrick Gerber schildert den möglichen Aufwand. „In unserem Verein kommen normalerweise sechs bis sieben Spiele in einer Saison zusammen, und vom Kreis dürften sie ebenso viele zugewiesen bekommen.“ Aber das Engagement wird auch honoriert. „Der HTV zahlt seinen Jungschiedsrichtern pauschal 20 Euro pro Einsatz, und wenn sie für den Kreis pfeifen, gibt es eine Aufwandsentschädigung von 25 Euro plus 30 Cent pro Kilometer an Fahrgeld“, sagt Patrick Gerber. Also ganz gewiss kein schlechtes Taschengeld.
Beim HTV hoffen die Verantwortlichen, dass das Beispiel von Dustin und Linus Schule macht und sich weitere Jugendliche für die Schiedsrichtertätigkeit interessieren. Denn der Verein kann aktuell nur vier ausgebildete Schiedsrichter stellen: Rainer Duwenhögger, Patrick Gerber und die beiden Neulinge Linus Gerber und Dustin Möller. Dabei brauchten wir wegen der Vielzahl höherklassig spielender Mannschaften mindestens 15 Schiedsrichter. Weil es die nicht gibt, muss jedes Jahr eine ordentliche Summe an Strafe gezahlt werden. Und das Geld könnte man an anderer Stelle natürlich besser gebrauchen.
Text: Willy Schweer
Foto: HTV
