1. Damen: Personelle Weichenstellungen sorgen für Rückenwind

Die beiden Siege in den letzten Spielen des Jahres 2025 haben die Lage bei unserer ersten Damenmannschaft deutlich entspannt. In der Oberligatabelle hat sie jetzt fünf Punkte Vorsprung auf den Vorletzten Soester TV, und vom kommenden Wochenende an soll der Vormarsch in Richtung gesichertes Mittelfeld fortgesetzt werden.
Hinter den Kulissen sind bereits vor Weihnachten wichtige Weichen gestellt worden. Trainerin Vanessa Rohlf hat zugesagt, beim HTV auch in der Saison 2026/27 die Verantwortung zu tragen. „Eigentlich ist das schon lange klar, denn die Arbeit mit der Mannschaft macht mir viel Spaß“, betont die Vanessa Rohlf.
Als wichtigen Baustein für eine erfolgreiche Arbeit mit der Mannschaft sieht die Trainerin Johanna Beckers Engagement an. Die 21-Jährige, die in den letzten Jahren von vielen schweren Verletzungen heimgesucht wurde, will künftig als Co-Trainerin fungieren. „Es ist toll, dass sie das macht. Sie hat die Nähe zur Mannschaft, und sie soll sich nicht unter Druck setzen, was ihr eigenes mögliches Comeback anbelangt,“ sagt Vanessa Rohlf. Johanna selbst hatte nach einer Operation am Außenmeniskus im September entschieden, vorerst nicht mehr zu spielen. „In der Vergangenheit habe ich oft zu früh wieder begonnen, und den Fehler will ich nicht mehr machen. Ich habe mir kein Datum gesetzt.“
Vanessa Rohlf bleibt, Johanna Becker assistiert
Jetzt möchte sie dort helfen, wo sie gebraucht wird. So leitet sie das Krafttraining, geht ihre Aufgaben aber mit einigem Respekt an. „Ich bin ja noch ziemlich jung und kann nicht viel Erfahrung einbringen.“ Zuweilen juckt es die Psychologiestudentin natürlich schon, selbst wieder in Aktion zu treten. „Ich würde der Mannschaft gern helfen, gerade in schwierigen Situationen. Aber ich muss mich einfach zurückhalten.“ Nach dem Sieg gegen Soest ist sie zuversichtlich, dass der HTV die Serie sorgenfrei über die Bühne bringen kann. „Natürlich kann es Rückschläge geben, aber wir haben eben eine sehr junge Mannschaft“, verweist sie auf den Altersdurchschnitt von unter 20 Jahren. Aber die Perspektive stimmt, und Johanna Becker will ihren Beitrag dazu leisten, dass es mit der ersten Damenmannschaft kontinuierlich vorangeht.
Was den Kader anbelangt, so sind die Planungen für die kommende Saison bereits weit fortgeschritten. Der Großteil der Spielerinnen des aktuellen Aufgebots hat dem Verein seine Zusage gegeben, so dass die personelle Basis für die neue Saison weitgehend steht. Lediglich bei wenigen Spielerinnen stehen endgültige Zu- oder Absagen noch aus, aber auch hier dürfte in Kürze Klarheit herrschen.
Vier Neuzugänge sind bereits fix
Schon jetzt gibt es zudem erfreuliche Nachrichten mit Blick auf die Rückrunde und die kommende Saison: Mit Lisa Seuthe (HC TuRa Bergkamen), Kira Barnaoui und Vanessa Schübbe (beide ASC Dortmund) werden drei Spielerinnen zum Oberliga-Kader stoßen und zusätzliche Optionen eröffnen. „Mit Vanessa konnten wir für die kommende Spielzeit nicht nur eine Spielerin, sondern auch eine neue Torwarttrainerin für uns gewinnen“, ergänzt die Trainerin. Und weiter: „Durch ihre Doppelrolle wird sie die frei gewordene Rolle von Marco Fritzsche übernehmen, der nach jahrelangem Engagement etwas mehr in den Hintergrund treten will und den Fokus mehr auf den Herren- und den Jugendbereich legen wird“.
Darüber hinaus wird Vivien Bekston nach ihrer Babypause ihr Comeback feiern und das Team weiter verstärken. Insgesamt blickt unsere erste Damenmannschaft mit diesen Zugängen optimistisch auf die Rückrunde und auch auf die kommende Saison und sieht sich personell gut aufgestellt. Am kommenden Sonntag in Witten (11.01., 14:00h, Kreissporthalle Witten, Husemannstraße 51)) startet das Team jedenfalls mit viel Zuversicht ins Handballjahr 2026.
Text: Willy Schweer
Foto: Annika Linke

