1. Herren: Ungefährdeter Sieg mit kleinem Makel
Herren-Regionalliga: HTV Hemer – Handball Bad Salzuflen 41:37 (20:14). Im vorletzten Heimspiel des Jahres wurde man ein wenig an die Partie in Herne erinnert. Auch da legte unser HTV eine ganz starke erste Hälfte hin, gestattete sich nach der Pause aber einige Schwächen. Der Unterschied: Gegen Salzuflen geriet der Sieg nie in Gefahr, auch wenn das zwischenzeitliche Zehn-Tore-Polster am Ende erheblich dünner würde. Nach dem 4:4 (9.) setzte sich die Mannschaft mit sechs Toren in Folge erstmals ab (10:4, 15.) und beherrschte die Szenerie im weiteren Verlauf des ersten Durchgangs. Auch ohne den wegen Rückenproblemen pausierenden Moritz Frenzel wurde eine überzeugende Angriffsleistung geboten, die letztlich ausschlaggebend war. Vor der Pause hatte Trainer Bosko Bjelanovic auch am Defensivverhalten wenig auszusetzen, so dass er von einer sehr guten
Leistung in der ersten Halbzeit sprach. Aber dass in den zweiten 30 Minuten gleich 23 Gegentreffer kassiert wurden, passte ihm überhaupt nicht. „Schon in Herne haben wir zu viele Tore kassiert, und jetzt hat sich das wiederholt. Wir müssen unbedingt Konzentration und Intensität hoch halten.“ Nach 34 Minuten hatte der HTV beim 24:14 den Sieg praktisch in der Tasche, und bis zum 36:27 (50.) deutete alles auf einen klaren Erfolg hin. Doch dann ließ man Salzuflen zurück ins Spiel kommen, nach 55 Minuten hieß es nur noch 39:34.
Der Trainer wollte am Ende aber auch nicht zu kritisch sein. „Wir haben gewonnen, und das ist ganz wichtig. Und wenn wir mehr Konstanz in unser Defensivverhalten bekommen, haben wir gute Chancen, in diesem Jahr noch weitere Punkte zu sammeln.“
HTV: Nils Rehmus, Timo Grothe, Wesley Umejiego, Nils Brückner (3), Luca Jünger (3), Moritz Eigenbrodt (2), Jonas Brieden (6), Ruben Selle (3), Marc Marchlewitz (2), Wael Ben Youssef (3), Florian Stracke (2), Elias Lübbering (9/4), Yannis Spieckermann (4), Leon Schulte (4/2).
Nächstes Spiel: CVJM Rödinghausen – HTV, Samstag, 18 Uhr.

1. Damen: Der Druck wächst weiter
Damen-Oberliga: HTV Hemer – TuS Volmetal 18:25 (8:15). Der Druck auf unsere erste Damenmannschaft wächst, denn nach nur einem Punkt aus den letzten vier Spielen muss der Blick nach ganz unten gerichtet werden. Die beiden letzten Partien dieses Jahres gegen die hinter dem HTV platzierten Teams von Oespel und Soest sind somit von großer Bedeutung.
Die Pleite gegen Volmetal wurde in der ersten Hälfte praktisch schon besiegelt. Auf der einen Seite fand die Mannschaft von Vanessa Rohlf kein Mittel gegen die starken gegnerischen Rückraumspielerinnen, während auf der anderen Seite zahlreiche sehr gute Tormöglichkeiten ungenutzt blieben. Nach dem 3:3 (10.) traf Volmetal viermal in Folge, und als die Gäste aus dem 6:8 ein 6:13 (26.) machten, zeichnete sich die Niederlage frühzeitig ab. Immerhin ließ sich die Mannschaft im zweiten Durchgang nicht hängen und hielt die Abfuhr in Grenzen. Sie kam zwar nicht mehr aussichtsreich heran, weil im Angriff weiterhin die Durchschlagskraft fehlte, aber dank einer entschlosseneren Abwehrarbeit konnte Volmetal daran gehindert werden, den Vorsprung weiter auszubauen. Dennoch: In diesem Spiel hatte sich unsere Mannschaft mehr ausgerechnet. Die nun folgende Spielpause will sie nutzen, um sich optimal auf das erste Kellerduell vorzubereiten, in dem unbedingt die Wende gelingen soll.
HTV: Marie Remmert, Lea Budde, Nele Pregitzer, Angelina Stein, Laura Hausherr (4/4), Lisa Ebel, Dorkas Becker (5), Mia Ihde, Beeke Scholz (2), Laura Ebel, Frederike Evers, Lucie Hötger (4), Laura Dlugos (2), Klaudia Kaminska (1), Anna Ebel.
Nächstes Spiel: DJK Oespel-Kley – HTV, 30. November, 15 Uhr

Text: Willi Schweer
Foto: Annika Linke

